Quelle: Frankfurter Rundschau, Samstag, 18. September 1999

Nationalsozialismus
Zeugen Jehovas gedenken der Opfer des Terrors

FRANKFURT A. M., 17. September. An den Tod von August Dickmann, einen Zeugen Jehovas, erinnert vom heutigen Samstag an eine Gedenktafel an der Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Dort haben Nationalsozialisten den 29-Jährigen vor 60 Jahren am 15. September 1939 hingerichtet.

Dickmann stammte aus Dinslaken. Wegen seines Glaubens verweigerte er den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen. Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs versuchten die Nationalsozialisten auch Zeugen Jehovas in die Wehrmacht zu bringen. Dickmann, bereits zwei Jahre zuvor in das KZ bei Oranienburg gebracht, widersetzte sich dem. Am Abend des 15. September fesselten ihn SS-Männer, führten ihn vor und erschossen ihn.

Die Religionsgemeinschaft gedenkt seiner als erstem Kriegsdienstverweigerer, den die Nazis hinrichteten. Dickmann gehörte den Angaben der Zeugen Jehovas zufolge zu 1200 Opfern der Nazis, die der Glaubensgemeinschaft angehörten. Doch "wir sind noch mitten in der Forschung, es tauchen immer wieder neue Namen von Opfern auf", sagte Erika Krämer, eine Vertreterin der Zeugen Jehovas.

 

 
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